ABIS e.V.
Academy for Biological Innovations in Surgery
Gemeinsam forschen. Zusammenhänge verstehen. Wissen weiterentwickeln.
Forschung beginnt dort, wo Fragen noch offen sind
Der Mund ist kein abgeschlossener Raum. Prozesse im Kiefer, die Heilung von Knochen und mögliche Zusammenhänge mit der Gesundheit des übrigen Körpers werfen Fragen auf, die wissenschaftlich untersucht werden müssen.
ABIS e.V. bringt Zahnmedizin, Medizin, Chirurgie und Wissenschaft zusammen, um diese Fragen strukturiert zu untersuchen, Erkenntnisse auszuwerten und Wissen weiterzugeben.
Unsere drei Arbeitsfelder
1
Orale und systemische Gesundheit
Welche Befunde im Kiefer haben möglicherweise Folgen für den übrigen Körper — und welche sind ausschließlich lokale Befunde? Uns interessiert die Trennlinie zwischen beidem, weil sie in der Praxis jeden Tag gezogen wird und wissenschaftlich kaum beschrieben ist. Wir fördern Untersuchungen, die messen statt zu vermuten: mit validierten Patientenfragebögen und mit laborchemischen Kenngrößen der systemischen Entzündung.
2
Knochenheilung und Regeneration
Wie eine Alveole ausheilt, wie viel Knochen tatsächlich entsteht und wie lange das dauert, lässt sich heute dreidimensional messen statt schätzen. Dazu kommen die Mittel, mit denen sich Heilung unterstützen lässt — körpereigene Blutkonzentrate, Biomaterialien, die Führung des Weichgewebes. Unser Maßstab ist das Gewebe, nicht das Produkt.
3
Lehre und Team
Operieren lernt man nicht aus einem Vortrag. Und man lernt es nicht allein: Eine Operation gelingt, wenn der Operateur, die Assistenz und die Instrumentierende dasselbe Vorgehen kennen. Deshalb richtet sich unsere Lehre nicht an eine Berufsgruppe, sondern an das Team, das nachher zusammen am Tisch steht.
Aktuelle Forschung:
Sechs Monate nach einer Zahnentfernung ist nur etwa ein Drittel des Alveolenvolumens mineralisiert. Der Rest bleibt unter geschlossenem Kieferkamm zurück — röntgenologisch unauffällig, wenn man nicht gezielt danach sucht. Patienten, bei denen ein solcher Befund operativ behandelt wird, berichten häufig eine Besserung, die über den Mund hinausgeht.
Ob diese Besserung von der Operation kommt oder von der Zeit, der Erwartung und der Zuwendung, ist nie kontrolliert geprüft worden. Eine randomisierte Untersuchung dazu wird derzeit vorbereitet. Ihr Ergebnis ist in beide Richtungen offen — und in beide Richtungen wird es veröffentlicht.
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